Was bedeutet es heute noch, Deutschland zu sein? Joschka Fischer, ehemaliger Außenminister und einer der prägendsten Politiker der Bundesrepublik, geht dieser Frage in seinem neuen Buch nach und bringt sie am 8. Oktober live nach Bayreuth.
Mit „Wer sind wir? Deutschland auf der Suche nach seiner Identität“ liefert Fischer eine Tiefenanalyse deutscher Politik in Zeiten globaler Umbrüche. Im Friedrichsforum Bayreuth stellt er sein Buch vor und stellt Fragen, die derzeit viele beschäftigen: Braucht Deutschland einen höheren Verteidigungsetat? Kommt die Wehrpflicht zurück? Wie realistisch ist eine europäische atomare Abschreckung?
Fischer blickt dabei auf ein Land, das seit dem ersten Viertel des 21. Jahrhunderts durch tiefgreifende geopolitische, technologische und wirtschaftliche Umbrüche geprägt wird: die wachsende Rivalität der Großmächte, die Revolution der künstlichen Intelligenz und der Aufstieg des globalen Südens verändern die Weltordnung spürbar. Deutschland gilt weiterhin als drittstärkste Industrienation der Welt, tritt aber aufgrund seiner Geschichte als militärische Macht kaum in Erscheinung. Fischer fragt, ob das angesichts neuer Bedrohungen für Europa, dem Rückzug der USA als Garantiemacht und der Gefahr, technologisch und wirtschaftlich den Anschluss zu verlieren, so bleiben kann.
Der Ex-Außenminister erinnert daran, dass das Vertrauen der einstigen Kriegsgegner das Geheimnis von Deutschlands Wiederaufstieg nach 1945 war. Wie dieses Vertrauen heute bewahrt werden kann, während sich das Land zugleich mutig neuen militärischen, technologischen und politischen Bedrohungen stellen muss, davon erzählt Fischer an diesem Abend.
Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 0951-23837 oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de.
08.10.2026, 19 Uhr, Friedrichsforum Bayreuth
Bildquelle: Veranstaltungsservice Bamberg
