Als Superheld des Alltags tourt Ralf Schmitz demnächst mit seinem neuen Programm durch die Republik, und auch das Frankenland steht mehrfach auf seinem Fahrplan. Kurz vor Tourstart hat er uns verraten, worauf du dich freuen darfst und warum ihm die Auftritte hier oben besonders gut gefallen.
Das kleine Energiebündel geht mit neuem Programm auf Tournee, Ralf Schmitz „fliegt“ als Superman kreuz und quer durch die Republik. Über ein Jahr lang tourt der 51-jährige Rheinländer mit dem Mundwerk wie ein Maschinengewehr und dem verschmitzten Grinsen durchs Land. Dabei kommt der Komiker, vor dem kein Besucher und keine Besucherin sicher ist, auch mehrfach ins Frankenland. Am Donnerstag, 15. Oktober, macht er in der Freiheitshalle in Hof Halt, einen Tag später, am Freitag, 16. Oktober, folgt die tectake ARENA in Würzburg. Im kommenden Jahr geht es dann weiter nach Nürnberg und Bamberg. Kurz vor Tourstart hat Ralf Schmitz mit unserer Redaktion gesprochen.
Über ein Jahr auf Tour, fast jeden Tag in einer anderen Stadt, wie schafft man das?
„Das ist ganz einfach. Es fühlt sich nicht wie ‚müssen‘ an, sondern wie ‚dürfen‘. Die Leidenschaft für das, was ich tue, trägt mich immer. Und dazu kommt natürlich noch ein tolles Team, das mich schon seit vielen Jahren begleitet und bei allem unterstützt.“
Wie schaut das neue Programm aus?
„Im neuen Programm dreht sich alles um Superhelden. Vor allem um die Helden des Alltags, des Lebens und der Herausforderungen. Und die bekannten schauen auch mal kurz vorbei. Da verkauft Thor, der Gott des Donners, seinen Hammer bei Horst Lichter und Bares für Rares. Ich bin nach einer wahren Geschichte mit zwei Polizisten auf Streife unterwegs. Jorge González, Claudia Obert und Lukas Podolski singen zusammen einen Superhelden-Popsong. Und das Wichtigste: die Improvisationen. Es gibt einen Außenreporter, der nicht weiß, wovon er berichtet, aber trotzdem weitermacht. Wirklich alle Zuschauer geben in einer anderen Szene den Text vor, und ich muss daraus eine Szene spielen. Und vieles, vieles mehr.“
Du bespielst die größten Hallen der Republik, aber auch kleinere Städte. Gibt es da unterschiedliche Herangehensweisen bei Produktion und Show?
„Das Einzige, was sich ändert, sind Technik und Bühnenbild. Da ich ohnehin fast alles improvisiere, kann ich auch spontan auf alles eingehen. Und egal, ob es 1000 Plätze sind oder 5000, jeder kann, wenn er mag, etwas in die Show einbringen.“
Kommst du im Superman-Kostüm auf die Bühne, und vielleicht sogar geschwebt?
„Jeder Superheld führt ja ein Doppelleben. Mal schauen, ob ich meines verrate.“
Wie würdest du dich selbst beschreiben?
„Das ist immer eine der schwierigsten Fragen, das können andere oft besser. Ich würde mich als positiv eingestellten, manchmal ungeduldigen, leidenschaftlichen Beobachter beschreiben, dem es großen Spaß macht, die Menschen mit Ideen zu überraschen.“
Du warst schon häufiger bei uns im Frankenland. Was ist dir dabei aufgefallen, oder gibt es sogar irgendwelche Verbindungen?
„Ganz offensichtlich bin ich gerne bei euch, sonst würde ich nicht so oft wiederkommen. Das liegt vermutlich daran, dass mir die pure, ehrliche Art der Franken gut gefällt. Das Herz auf der Zunge, damit kann ich gut umgehen. Und bei den Gesprächen, Interviews und Improvisationen auf der Bühne ist das ein Geschenk.“
Du mischst dich ja gerne unters Publikum. Passiert das spontan und zufällig, oder guckst du dir vor der Show schon deine „Opfer“ aus?
„Alles passiert absolut spontan, erst dann, wenn ich im Publikum bin. Ich lasse mich überraschen und folge meinem Instinkt, reagiere auf das, was ich höre oder sehe. Dadurch entstehen ganz von allein ehrliche, authentische Begegnungen. Und das ist genau das, was ich möchte.“
Wie schafft man das eigentlich, so schnell so viel Text fehlerfrei auszusprechen? Muss man das üben, kann man das lernen, oder ist das gegebenes Talent?
„Bei festen Texten hilft natürlich repetieren und üben kolossal, das ist keine Überraschung. Man verinnerlicht den Text sozusagen. Wer ein Ass aus dem Ärmel schütteln möchte, muss vorher eins reingesteckt haben, habe ich mal gehört. Und dann sind ein schneller Kopf und nicht zuletzt die Freude an dem, was man tut, das offene kleine Geheimnis fürs Gelingen.“
Das Interview führte Ralf Kestel für den Veranstaltungsservice Bamberg.
Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 0951-23837 oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de.
15. Oktober, Freiheitshalle Hof
16. Oktober, tectake ARENA Würzburg
22. April 2027, Nürnberg
23. Oktober 2027, Bamberg
Bildquelle: Veranstaltungsservice Bamberg


