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Welche Rolle kann und soll Deutschland in einer Welt im Umbruch einnehmen? Darüber spricht der ehemalige Bundesaußenminister Joschka Fischer am 8. Oktober 2026 in Bayreuth. Er stellt dort sein neues Buch „Wer sind wir? Deutschland auf der Suche nach seiner Identität“ vor.

Fischer beschäftigt sich mit der Frage, was die geopolitischen, technologischen und wirtschaftlichen Umbrüche für Deutschland bedeuten. Nach dem ersten Viertel des 21. Jahrhunderts ist unübersehbar, dass die Welt grundlegende Veränderungen durchläuft: die verschärfte Rivalität großer Weltmächte, die Revolution der künstlichen Intelligenz und der Aufstieg des globalen Südens.

Deutschland ist noch immer die drittstärkste Industrienation weltweit, gilt aufgrund seiner zerborstenen Geschichte aber als postnational und als militärische Macht fast unsichtbar. Kann das so bleiben, angesichts neuer militärischer Bedrohungen für Europa, des Rückzugs der USA als Garantiemacht und der Gefahr, technologisch und wirtschaftlich den Anschluss zu verlieren? Der Wiederaufstieg Deutschlands nach 1945 beruhte auf dem Vertrauen, das die ehemaligen Kriegsgegner dem Land im Zentrum Europas entgegenbrachten.

Fischer zeigt, was es heute bedeutet, diesem Vertrauen weiterhin gerecht zu werden und sich zugleich den neuen Bedrohungen des 21. Jahrhunderts zu stellen, militärisch, technologisch und politisch. Es geht unter anderem um eine Erhöhung des Verteidigungsetats, die Wiedereinführung der Wehrpflicht und eine europäische atomare Abschreckung. Ein Abend für alle, die deutsche Politik in Zeiten globaler Erschütterung besser einordnen möchten.

Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 0951-23837 oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de.

Datum: 08.10.2026
Uhrzeit: 19 Uhr
Ort: Friedrichsforum, Bayreuth

Bildquelle: Fotostudio Urbschat Berlin