>> Trage hier dein Event kostenlos auf Franken Vibes ein! <<

Nach der Sommerpause geht bei den Ansbacher Puppenspielen wieder der Vorhang auf. Mit „Ein Stück Wiese“ startet die zweite Sparte des Theater Ansbach in die Spielzeit 26/27, und zwar aus einer ziemlich ungewöhnlichen Perspektive. Was dich sonst noch in der neuen Saison erwartet, erfährst du hier.

Frau Hummel und Herr Schmetterling können sich gut leiden, genießen das Leben auf ihrer bunten Blumenwiese und naschen sich durch alle Blütenpollen. Am liebsten treffen sie sich abends bei Sonnenuntergang, um den Geschichten des Rosenkäfers zu lauschen. Diesmal erzählt er ihnen eine Gruselgeschichte, und zwar eine von den Menschen. Wie sie ehrgeizig immer höher, schneller und weiter hinauswollen und dabei doch nicht froh werden. Wie sie die ganze Welt umgestalten, aber nichts schöner wird. Wie sie so viel zerstören, obwohl sie es eigentlich gar nicht wollen. Eine echte Gruselgeschichte eben. Der Blick der Insekten auf den Menschen ermöglicht eine distanzierte Betrachtung, ähnlich wie der Blick aus dem Weltall auf die Erde. Die Inszenierung hinterfragt humorvoll den menschlichen Umgang mit der Welt und verschiebt frech die Perspektive auf die Dinge.

„Ein Stück Wiese“ bildet den Auftakt für ein abwechslungsreiches Programm in der neuen Spielzeit. So divers wie die Antworten auf die Frage, was passiert, wenn sich Frau Hummel und Herr Schmetterling gut leiden können oder die Welt im Zauber der alles verändernden Wurst steht, so vielfältig sind auch die kommenden Stücke bei den Ansbacher Puppenspielen. Vielschichtig, mysteriös und unterhaltsam zugleich, für Kinder und Erwachsene gleichermaßen.

Weltliteratur im Miniaturformat gibt es ebenfalls zu sehen: Goethes Faust wird in nur 80 Minuten erzählt, und auch Shakespeares „Romeo & Julia“ trifft in einer Inszenierung auf klassisches Kasperltheater. Unter der Leitung von Sabine Effmert und mit tatkräftiger Mitarbeit von Anke Merklein sind für die neue Spielzeit außerdem Gastspiele entstanden, die die Ansbacher Puppenspiele über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt machen. Mit „Fithe, das Figurentheater aus Ostbelgien“ holt sich das Ensemble einen starken Partner für das Stück „Die Wunderkugel“ ins Haus, auf das sich Familien und Kinder ab 4 Jahren im Januar freuen können. Im Februar folgt „Nett!“, eine Koproduktion mit dem Materialtheater Stuttgart, dem FITZ! Theater animierter Formen Stuttgart und dem Théâtre Octobre aus Brüssel, ein weiteres Beispiel für die großartige Kunst im kleinen Format am Theater Ansbach.

Das Theater Ansbach ist das jüngste bayerische Schauspielhaus und wurde 2007 von der Genossenschaft „Kultur am Schloss“ gegründet. Neben dem Schauspielbetrieb gehören auch das Kinder- und Jugendtheater, die Ansbacher Puppenspiele und der Konzertbereich zum Haus.

10. Oktober, Kleines Haus, Theater Ansbach, Promenade 29, 91522 Ansbach