BamLit: Gabriele von Arnim – Abschied leben

BamLit: Gabriele von Arnim – Abschied leben

Abschiede begleiten uns jeden Tag: Wir verlassen Wohnungen und Städte, geben Berufe auf und lassen frühere Vorstellungen von uns selbst zurück. Kinder gehen in die Welt, geliebte Menschen sterben. Auch die Gewissheit von Frieden und liberaler Demokratie ist brüchig geworden.

In „Abschied leben – Tagebuch eines Zeitgefühls“ erzählt Gabriele von Arnim ein Jahr lang von solchen Veränderungen. Sie schreibt über Gegenwartsängste, das Ringen um Zuversicht und die Unausweichlichkeit des letzten Abschieds. Dabei fragt sie auch nach dem Aufbruch, der im Abschied liegen kann, und nach der Freiheit, die Ungewissheit eröffnet.

Gabriele von Arnim wurde 1946 in Hamburg geboren. Sie hat studiert, promoviert und zehn Jahre als freie Journalistin in New York gelebt. Danach schrieb sie u.a. für DIE ZEIT und SÜDDEUTSCHE, BR und WDR und arbeitete als Moderatorin für ARTE, SDR/SWR und SF. Sie schreibt Rezensionen für Zeitungen und Hörfunk, moderiert Lesungen, hat mehrere Bücher veröffentlicht und lebt in Berlin.

Bildquelle: Paulina Hildesheim/laif

BamLit: Bachtyar Ali – Die Herrin der Vögel

BamLit: Bachtyar Ali – Die Herrin der Vögel

Die junge Sausan kennt die Welt vor allem aus der Bibliothek ihres Vaters. Eine Krankheit hindert sie daran, selbst auf Reisen zu gehen. Als drei Männer um ihre Hand anhalten, stellt sie ihnen eine Aufgabe: Sie sollen acht Jahre lang die Welt bereisen und ihr jeweils hundert Vögel mitbringen. Heiraten will sie denjenigen, der die Welt am besten verstanden hat.

In seinem Roman „Die Herrin der Vögel“ erzählt Bachtyar Ali von Liebe und Sehnsucht, Heimat und Exil. Seine Geschichte verbindet die Erfahrung von Krieg und Gewalt mit der Kraft der Fantasie und der Hoffnung. Bei der Lesung spricht der kurdische Schriftsteller über sein Werk, das Leben in Kurdistan und die Möglichkeiten der Literatur.

Nevfel Cumart moderiert den Abend und liest die deutschen Passagen.

Bachtyar Ali, geboren 1966 in Sulaimaniya im irakischen Kurdistan, zählt zu den bedeutendsten zeitgenössischen kurdischen Schriftstellern. Bereits als junger Mann geriet er wegen seines Engagements bei Studentenprotesten in Konflikt mit der Diktatur Saddam Husseins. Er brach sein Geologiestudium ab und widmete sich fortan der Literatur. Sein erster Gedichtband erschien 1992.

Bachtyar Alis Werk umfasst Romane, Gedichte und Essays. In seinen Büchern verbindet er politische und historische Erfahrungen Kurdistans mit einer poetischen, bildmächtigen und häufig magisch-realistischen Erzählweise. Krieg, Gewalt und Unterdrückung stehen darin neben Liebe und Freundschaft, Erinnerung und Hoffnung sowie der Frage, wie Menschen selbst unter schwierigsten Bedingungen ihre Würde bewahren können.

Seit Mitte der 1990er-Jahre lebt Bachtyar Ali in Deutschland. Einem breiten deutschsprachigen Publikum wurde er insbesondere durch seinen Roman „Der letzte Granatapfel“ bekannt.

Für sein literarisches Werk wurde Bachtyar Ali vielfach ausgezeichnet. 2017 erhielt er den Nelly-Sachs-Preis, 2023 den Hilde-Domin-Preis für Literatur im Exil. Seine Werke wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Bildquelle: Karim Khasraw

BamLit: Horch amol! – Ein fränkischer Abend

BamLit: Horch amol! – Ein fränkischer Abend

David Saam lädt zum fränkischen Literaturabend ein. Im Mittelpunkt stehen Sprache, Musik und Geschichten aus Franken. Die Gäste nähern sich dem Dialekt und den kulturellen Eigenheiten der Region auf ganz unterschiedliche Weise.

Mit dabei sind die Schauspielerin und Sängerin Hanna Plaß, die Musikerin und Ethnomusikologin Steffi Zachmeier sowie Charly Fischer, Texter und Sänger der Frankenbänd. Jonas Ochs, bekannt von Bambägga, bringt Ausschnitte aus seinem fränkischen Mundartprogramm mit. Musiker und Textdichter Res Richter steuert seine Perspektive auf die fränkische Kultur bei.

Gastgeber David Saam verbindet als Musiker und Moderator traditionelle fränkische Musik mit der Gegenwart. Gemeinsam gestalten die sechs einen Abend mit Wortwitz, Liedern und nachdenklichen Momenten.

Bildquelle: Pressefoto

BamLit: Stefan Eichner liest Asterix – Asterix Mundart Oberfränkisch IV – Eds schebberds

BamLit: Stefan Eichner liest Asterix – Asterix Mundart Oberfränkisch IV – Eds schebberds

Stefan „Das Eich“ Eichner liest Asterix auf Oberfränkisch. Mit „Eds schebberds“ stellt der Kulmbacher Komiker seine vierte Mundartübersetzung vor. Diesmal hat er sich den Klassiker „Der Kampf der Häuptlinge“ vorgenommen.

Gallier und Römer geraten aneinander, ein Häuptlingskampf steht bevor und der Zaubertrank wirkt nicht immer wie gewohnt. Eichner übernimmt die Stimmen der Figuren, improvisiert und erzählt zwischendurch von der Arbeit an seinen Übersetzungen. Die Live-Leseshow dauert laut Programm rund zwei Stunden.

Bildquelle: Flo Kunz

BamLit: Josi Wismar und Sarah Grund – Ausgelesen

BamLit: Josi Wismar und Sarah Grund – Ausgelesen

Seit 2020 sprechen Josi Wismar und Sarah Grund in ihrem wöchentlichen Buchpodcast „Ausgelesen“ über Bücher, das Lesen und persönliche Erfahrungen. Beim Bamberger Literaturfestival bringen sie diese Gespräche auf die Bühne.

Die beiden erzählen aus ihrem Alltag als Podcasterinnen und geben Einblicke in Josi Wismars Arbeit als Autorin. Auch ihr neuer Thriller „Dead Air“ steht auf dem Programm. Der Abend bietet Raum für leichte Unterhaltung und für die ernsteren Themen, die Bücher anstoßen.

Bildquelle: Pressefoto